Auf Spektiv.org finden Sie alles zum Thema Spektiv: Beratung zu den besten GerÀten und worauf Sie beim Kauf eines Spektivs achten sollten.

Was ist ein Spektiv?

Ein Spektiv ist ein Fernrohr zum Zweck der Beobachtung. In der Regel handelt es sich um ein optisches Instrument mit hoher Leistung in der VergrĂ¶ĂŸerung. Der Name Spektiv entstammt dem Wort „Perspektive“und bedeutet soviel wie „hindurch sehen“. Im Unterschied zum Fernglas besteht das Objektiv aus einem monokularen Fernrohr. Da die VergrĂ¶ĂŸerungen hĂ€ufig in einem sehr leistungsstarken Bereich liegen wird bei der Verwendung eines Spektivs hĂ€ufig auch ein Stativ verwendet.

Spektiv von Zeiss - das Diascope 85T

Spektive lassen sich auch als „optische GerĂ€te zur Beobachtung“ definieren. Anders als bei zum Beispiel zahlreichen Kompaktkameras wird die Abbildungsleistung nicht ĂŒber einen digitalen Zoom erreicht, sondern ĂŒber die Ausrichtung der im Spektiv verbauten Linsen. Das bedeutet, die Abbildung des beobachteten Objekts entsteht ĂŒber rein physikalische Ausrichtungen. Dabei ist unter anderem QualitĂ€t und Verarbeitung der verbauten GlĂ€ser entscheidend.

Kennzeichnend ist fĂŒr Spektive der hohe VergrĂ¶ĂŸerungsfaktor. WĂ€hrend man beispielsweise FernglĂ€ser ebenfalls zur Beobachtung und VergrĂ¶ĂŸerung auf großen Distanzen einsetzt, ist die VergrĂ¶ĂŸerungsleistung von Spektiven deutlich höher als die von FernglĂ€sern. FernglĂ€ser bieten meist VergrĂ¶ĂŸerungen bis zum Faktor zehn (zehnfache VergrĂ¶ĂŸerung). Spektiven der Top-Hersteller gelingen messerscharfe Abbildung auch in einer Dimension der 80-fachen (achtzigfach) VergrĂ¶ĂŸerung. Spektive potenzieren also die Leistung von FernglĂ€sern fast um den Faktor zehn.

DarĂŒber hinaus ist fĂŒr Spektive heutzutage kennzeichnend, dass sie meist aus drei wesentlichen Komponenten bestehen, wenn sie im Feld zum Einsatz kommen:

  1. Das Objektiv (je nach Bauart, inkl. Verbauter Prismen (Spiegel)
  2. Das Okular (Linsen, die aufeinander eingestellt, die VergrĂ¶ĂŸerungsleistung regeln)
  3. Das Stativ (um die Arbeitshöhe des Spektivs auf den Anwender anzupassen)

Die dritte Komponente ist sicherlich die umstrittenste, da beispielsweise JĂ€ger oder SportschĂŒtzen die im Liegen mit einem Spektiv arbeiten auf Stative verzichten können. FĂŒr Anwender aus dem Gebiet der Naturbeobachtungen (Ornithologie oder sonstige Tierbeobachtungen) sind Stative in Kombination mit Spektiven meist unersetzlich.

Wie funktioniert ein Spektiv?

Der VergrĂ¶ĂŸerungsfaktor von Spektiven ist meistens durch den Anwender verstellbar. So lĂ€sst sich eine VergrĂ¶ĂŸerungsspanne – beispielsweise zwischen 40 und 60-facher VergrĂ¶ĂŸerung wĂ€hlen und scharf stellen. Die FlexibiliĂ€t von Spektiven bewegt sich meistens in den beiden genannten Dimensionen: Einstellen der VergrĂ¶ĂŸerung und Einstellen der BildschĂ€rfe. Es existieren jedoch auch Okulare fĂŒr Spektive, bei denen es sich um Festbrennweiten handelt. Hier ist der VergrĂ¶ĂŸerungsfaktor nicht einstellbar. Wie bei Objektiven aus der Fotografie bekannt, erreichen Festbrennweiten meist klarere Abbildungen, da sie in der Regel lichtstĂ€rker (lichtdurchlĂ€ssiger) sind, als Zoomokulare.

Moderne Spektive kommen heute in meist zwei Varianten: mit geradem Einblick oder mit SchrÀgeinblick. Die Funktionsweise unterscheidet sich dabei kaum, lediglich die Prismen im Objektiv sind unterschiedlich angeordnet um das Bild in Richtung Okular zu leiten. Unter Anwendern gibt es jedoch unterschiedliche PrÀferenzen bzgl. SchrÀg- und Geradeeinblick.

SchrÀgeinblick oder Geradeeinblick?

Beide Varianten haben ihre Vorteile, sodass der jeweilige Anwender die Qual der Wahl hat. Beim geraden Einblick mĂŒssen Sie den Kopf nicht nach vorn neigen. Stattdessen kann bequem, gerade durch das Okular geblickt werden, sofern das GerĂ€t auf dem Stativ auf Augenhöhe montiert und ausgerichtet wurde. Genau hier liegt jedoch die Crux. Vor allem wenn Sie das GerĂ€t schnell aufbauen und einsetzen wollen (z. B. weil sich ein interessantes Objekt im Beobachtungsbereich bewegt) kann der Aufbau und die Ausrichtung entscheidende Sekunden lĂ€nger dauern und die Beobachtung verhindern.

Bei GerĂ€ten mit SchrĂ€geinblick können diese entscheidenden Sekunden gut gemacht werden, da die Kopfneigung bzw. Körperbeugung zugleich Defizite schneller Aufbauten ausgleichen. Sie können unter dem Strich schneller beobachten, als bei GerĂ€ten mit Gerade-Einblick. Einige Anwender empfinden es bei langen Beobachtungen jedoch als anstrengend, den Kopf dauerhaft zum SchrĂ€geinblick zu neigen (Nackenstarre). Eine Lösung, die allen Anwendern gerecht wird, gibt es nicht, sodass am Ende jeder fĂŒr sich entscheiden muss, ob es ein Spektiv mit SchrĂ€g- oder mit Gerade-Einblick wird.

Spektiv im Einsatz

Spektive werden von unterschiedlichen Personen genutzt. Eine Personengruppe die Spektive benutzt bilden die Naturbeobachter bzw. im Besonderen die Vogelbeobachter oder Ornithologen. Eine zweite Gruppe bei der hĂ€ufig Spektive zum Einsatz kommen ist die der JĂ€ger und SportschĂŒtzen. DarĂŒber hinaus kommen auch bei ziviler und militĂ€rischer Überwachung Spektive zum im Einsatz. Der letztgenannte Bereich spielt fĂŒr die Informationen auf dieser Seite keine Rolle. Alle Beratungen und Empfehlungen von spektiv.org richten sich an private Anwender.

Spektiv im Einsatz - Hier ein Spektiv von Swarovski mit SchrÀgeinblick auf Stativ

Naturbeobachter verwenden Spektive vor allem um scheue Tiere oder Vögel aus großer Distanz klar zu bestimmen oder zu beobachten. Zum Einsatz kommen Spektive dabei beispielsweise auf BeobachtungstĂŒrmen in der Natur. Ob Wölfe oder Kolonien von Limikolen in schwer zugĂ€nglichen Gebieten: Ein Spektiv hilft Naturbeobachtern dabei zu bestimmen, welche Arten in bestimmten Gebieten vorkommen und ermöglichen einmalige Naturerlebnisse.

SportschĂŒtzen nutzen Spektive aus sportlichen Zwecken um ihr Ziel beim Schießen klar anzusprechen und ihre sportliche Leistung auf dem Schießstand zu verbessern. Da die Distanzen auf dem Schießstand hĂ€ufig hinter denen von Naturbeobachtern zurĂŒck bleiben ist die fĂŒr SportschĂŒtzen relevante VergrĂ¶ĂŸerungsleistung meist niedriger als bei zum Beispiel Hobby-Ornithologen.

JĂ€ger nutzen Spektive um Wild anzusprechen und um ihren Jagderfolg zu erhöhen. Egal ob auf dem Hochsitz oder unterwegs, fĂŒr jeden Bedarf existieren besondere Spektive, die besonderen AnsprĂŒchen gerecht werden.

Wo kauft man Spektive?

Spektive lassen sich mittlerweile bei unterschiedlichsten HĂ€ndlern erwerben. Die Spanne reicht von Discountern wie Lidl bis zu spezialisierten FachgeschĂ€ften. HĂ€ufig befinden sich Spektive im Programm von HĂ€ndlern, die sich auf Foto- oder JagdausrĂŒstung spezialisiert haben. Neben zahlreichen FachhĂ€ndlern stehen online ebenfalls zahlreiche Shops bereit, die Spektive feilbieten. Neben den ĂŒblichen VerdĂ€chtigen wie Amazon existieren zahlreiche weitere Shops, auf die an dieser Stelle nicht nĂ€her eingegangen wird. Wer eine eingehende Beratung orientiert an individuellem Bedarf wĂŒnscht, kann das Formular zur Spektiv-Beratung ausfĂŒllen und erhĂ€lt via E-Mail oder telefonisch Antworten auf die eigenen Fragen und Produktempfehlungen zu den persönlichen Anforderungen an das GerĂ€t im Zusammenhang mit der Nutzungsabsicht.

Hersteller von Spektiven

Zu den Herstellern von Spektiven gehören Unternehmen wie zum Beispiel Zeiss, Bresser, Kowa, Swarovski, Leica, oder auch der eher aus der Fotografie bekannte Hersteller Nikon. Bei diesen Herstellern handelt es sich um Spektiv-Produzenten aus einem eher hochpreisigen Segment. Manchmal finden sich Spektive auch bei gĂŒnstigeren Anbietern wie zum Beispiel beim Verkauf ĂŒber Handelsketten wie Lidl oder Tchibo. In der Regel sind die gĂŒnstigen, ĂŒber Handelsketten vertriebenen AusfĂŒhrungen weniger leistungsstark in der Abbildung. Ambitionierten Nutzern ist die Abbildungsleistung meist zu schwach, sodass sie AnsprĂŒchen an Beobachtungen nicht gerecht werden. Bei der Auswahl eines geeigneten Spektivs sollte sollten Sie vorab darauf achten, wozu das GerĂ€t einsetzen wollen.

Spektive und Digiskopie

Neben der Beobachtung von Ereignissen in der Natur, werden Spektive zunehmend auch eingesetzt um zu fotografieren. Diesen Typ der Fotografie nennt man die Digiskopie (oder auch aus dem englischen „Digiscoping). HĂ€ufig ermöglichen Spektive, dass der Beobachter dem Objekt deutlich nĂ€her kommt als es zum Beispiel ĂŒber ein Fernglas möglich wĂ€re. Verschiedene Anbieter von Spektiven bieten außerdem zunehmend Möglichkeiten Digitalkameras anderer Hersteller – wie auch aus eigener Herstellung – an das Spektiv anzuschließen um damit zu fotografieren.

Worauf achten beim Spektiv-Kauf?

Wichtig ist fĂŒr jeden Anwender vorab die Nutzungsabsichten einzugrenzen. Soll das GerĂ€t beispielsweise hĂ€ufig oder ausschließlich auf Reisen zum Einsatz kommen? Dann sollten Packmaß und Gewicht stimmen. Ist eine Verwendung ausschließlich zu ornithologischen Beobachtungen in heimischen Breiten vorgesehen bei denen sich die Zielvögel in großen Distanzen aufhalten, sollten entsprechende VergrĂ¶ĂŸerungen fĂŒr das Spektiv kein Prolem darstellen.

Diese Website stellt Informationen bereit, die dabei helfen sollen ein geeignetes Spektiv zu finden. Sowohl die Unterschiede bei der QualitĂ€t als auch die Unterschiede im Preis variieren stark. GĂŒnstige Spektive können Sie bereits fĂŒr 50 € erwerben (hĂ€ufig in AbhĂ€ngigkeit von Aktionen der oben erwĂ€hnten Handelsketten). FĂŒr hochwertige und hochpreisige GerĂ€te lassen sich schnell mehrere tausend Euro ausgeben. FĂŒr Einsteiger eignen sich hĂ€ufig GerĂ€te aus der Mittelklasse (in einer Preisspanne von 200 bis 1.000 EUR). Wer noch unschlĂŒssig ist aber ein Spektiv kennenlernen möchte kann zum Beispiel zunĂ€chst ein gĂŒnstiges Spektiv erwerben um im Anschluss klare Erwartungen an ein hochpreisiges GerĂ€t zu definieren. Wie so hĂ€ufig bietet der Markt jedem Interessenten ein passendes Angebot.