Spektive für Sportschützen

Warum Spektive für Sportschützen nützlich sind? Mit dem Spektiv können Sie Schusstreffer auf den Zielscheiben in großen Entfernungen überprüfen. Da im Schießsport unterschiedliche Distanzen zu überbrücken sind, variieren auch die Anforderungen an das Spektiv.

Nutzungsintensität beachten

Für Sportschützen, die nur gelegentlich einen Schießstand aufsuchen, ist ein Spektiv möglicherweise überflüssig. In jedem Fall aber sind am Markt günstige Spektive erhältlich, sodass die Kosten überschaubar bleiben. Sparen können auch Sportschützen, wenn die Schussdistanz 50 m nicht überschreitet. Es gilt die Faustformel: Je größer die Distanz, auf der Treffer zu überprüfen sind, desto höher die Anforderungen an das Spektiv und desto höher der Preis. Die gute Nachricht: Leistungsstarke Spektive für Sportschützen sind deutlich günstiger als Geräte für ambitionierte Naturbeobachter oder Jäger.

Im weiteren Verlauf werden verschiedene Spektive vorgestellt. Sowohl auf Geräte für den gelegentlichen Gebrauch wird eingegangen, als auch auf solche, die für ambitionierte Schützen auf großen Distanzen geeignet sind. Darüber Hinaus wollen wir darauf eingehen, was Schützen beim Kauf eines Spektivs beachten sollten. Zunächst werfen wir aber einen Blick auf die Unterschiede bei Spektiven, die beim Schützensport verwendet werden.

Spektive für Sportschützen zwischen 200-300 EUR

Diese Spektive eigenen sich für Sportschützen zur Kontrolle der Zielscheibe bei z.B. dem Kleinkalieberschießen.

Alternativen für Sportschützen in der Preisklasse von 300 – 500 EUR

Die folgenden Geräte zeichnet eine große Frontlinse aus. Auch bei schwachem Licht lassen sich Details auf der Zielscheibe damit erkennen.

Diese Anforderungen haben Sportschützen an Spektive

Für Sportschützen gibt es im Wesentlichen zwei unterschiedliche Kategorien bei Spektiven. Die erste Kategorie bilden Spektive für (kurze bis) mittlere Distanzen bis zu 50 m. In der zweiten Kategorie liegen die Spektive für Distanzen ab 50 m (weite bzw. große Distanzen).

Kompakte Spektive, die für Scheibenbeobachtung genutzt werden und für kurze Distanzen bis zu 50 m verwendet werden, sind meist deutlich preisgünstiger. Sportschützen, die allerdings auf Bahnen von circa 300 Meter Länge schießen, werden mit diesen Geräten keine Freude haben. Die Genauigkeit der Schusstreffer lassen sich auf solch große Distanzen mit kompakt gebauten Geräten nicht feststellen. Die Linsenqualität und das einfallende Licht reichen nicht aus. Daraus folgt, dass ein Spektiv für lange Distanzen in der Tendenz auch im Schießsport teurer ist.

Für durchschnittliche Anforderungen im Schützensport existieren eine Vielzahl geeigneter Spektiv in einer Preisklasse zwischen rund 150,00 € und 300,00 €. Einen Überblick über verschiedene Preiskategorien und Spektive ist unten auf der Seite Spektiv-Test zu finden.

Spektiv im Einsatz bei Sportschützen (Image)
Quelle: Von MaXwell aus der deutschsprachigen Wikipedia, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4518658

Darauf sollten Sportschützen beim Kauf eines Spektivs achten

Für sehr kurze Distanzen von circa 25 Metern sind auch sehr kostengünstige Spektive geeignet. Es muss kein Geld für hochwertige und preisintensive Geräte ausgegeben werden.

In Abhängigkeit des Schießstandes kommt es vor, dass kompaktere Bauarten praktischer sind als solche in großen Ausführungen. Sehr lange oder sehr bauchige Spektive fügen bei einigen Schießständen zu Problemen bei der Ablage. Es fehlt schlicht der Platz.

Spektive in der niedrigsten Preiskategorie ermöglichen dem Schützen auf kurzen Distanzen das Ansprechen des Ziels. Auf langen Distanzen sind die günstigsten Spektive in der Regel keine Unterstützung.

Ambitionierte und professionelle Sportschützen finden sich häufig in der Situation, in der Vergangenheit bereits günstige Spektive gekauft zu haben und heute nicht mehr zufrieden damit zu sein. Einen Test von Spektiven auf unterschiedlichen Sportbahnen wurde von Artax Vorderlader durchgeführt. Auch Stative kamen bei dem Test zum Einsatz. Das Ganze kann auf der Website von artax-vorderlader.de nachgelesen werden.

Eine Frage, die sich jeder Sportler vor dem Kauf eines Spektivs stellen sollte ist: Wie häufig werde ich das Spektiv nutzen? Ist der regelmäßige und intensive Einsatz vorgesehen, greifen Sie zu einem hochwertigen Gerät. Möchten Sie als Sportschütze lediglich gelegentlich auf ein Spektiv zurückgreifen, entscheiden Sie sich für eine weniger kostenintensive Ausführung.

Anbieter von Spektiven für Sportschützen sind zum Beispiel die Firma Zeiss, Swarovski, Leica oder Meopta. Weitere Informationen zum Nutzen von Spektiven für Sportschützen dokumentiert dieses Video:

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Diese Spektive sind für Sportschützen geeignet

Wenn Sie ein Spektiv für den Schützensport suchen und meist auf Distanzen bis zu 50 m schießen, bieten sich zwei Varianten von Omegon an. Beide Spektive bewegen sich einer Preisklasse von maximal 160,00 EUR (ohne Gewähr). Während das Omegon-Spektiv vom Typ „Handyscope“ ohne Stativ auskommt und einfach aus der freien Hand zum Einsatz kommt, existiert auch ein Omegon-Spektiv in der Stativ-Variante. Darüber hinaus sind auch zwei Ausführungen von Bresser interessant. Das „Pirsch-20-60-80“ bewegt sich nicht mehr in der wirklich günstigen Preisgestaltung. Es kann auch aufgrund seiner höherwertigen Bauweise als „Premium-Modell“ für den Sportschützen auf 50 m bewertet werden. Die günstigste Ausführung ist das Bresser Spektar. Es kostet unter 100,00 EUR und liefert zufriedenstellende Ergebnisse. Alle genannten Spektive finden Sie in der folgenden Übersicht:

Omegon Spektiv Handyscope 10-20×30 159,00 €
Omegon Zoom-Spektiv 20-60x60mm 129,00 €
Bresser Spektiv – 4321500 – Pirsch 20-60×80 260,00 €
Bresser Spektiv – 4334000 – Spektar 9-27×50 67,00 €

Das Bresser-Pirsch lässt sich bereits auch für große Distanzen verwenden. Darüber hinaus kommen zahlreiche weitere Geräte in Betracht. Die Preise der folgenden Spektive übersteigen 500,00 EUR nicht und kommen infrage, wenn Sie Sich häufig dem Schießsport widmen oder dort Distanzen von 100 m oder mehr überbrücken wollen. Der Frontlinsendurchmesser beträgt jeweils wenigstens 50 mm.

Kowa Spektiv TSN-601 60mm, Schrägeinblick494,00 €
Kowa Spektiv TSN-602 60mm, Geradeeinblick494,00 €
Omegon Spektiv ED 15-45×60399,00 €
Omegon Zoom-Spektiv 20-60x80mm349,00 €
Kowa Spektiv TSN-501299,00 €
Kowa Spektiv TSN-502299,00 €
Omegon Zoom-Spektiv 25-75x70mm189,00 €
Bresser Spektiv – 4325100 – Dachstein 16-50×66 ED APO388,00 €
Bresser Spektiv Condor 24-72×100299,00 €
Bresser Spektiv – 4322000 – Pirsch 25x-75×100306,00 €
Nikon Spektiv (Fieldscope) ED 50 Angled Beobachtungs-Fernrohr anthrazit (ohne Okular)399,00 €
Nikon Spektiv ED 50 Ø 50 (Fieldscope), Anthrazit (ohne Okular)344,00 €

Spektiv für Sportschützen – unterschiedliche Anforderungen

Spektive werden häufig verwendet, um Ziele in unterschiedlichen Entfernungen zu treffen. Viele Schützen sind sich jedoch nicht sicher, was in Bezug auf Vergrößerung, Objektivgröße und vor allem optische Qualität bei Aufnahmen in einer bestimmten Entfernung erforderlich ist. Wie gut ist ein Spektiv für Sportschützen auf 25 Meter im Vergleich zu Entfernungen von 400 Metern Scoring?

Bevor wir auf einzelne Spektive-Distanzen zu sprechen kommen, sollte klar sein, welche Bedingungen zu beachten sind. Luftturbulenzen, Hitzeflimmern, Staub, Feuchtigkeit, Dunst und andere atmosphärische Gegebenheiten beeinflussen die Bildqualität bei der Verwendung eines Spektivs. Diese Bedingungen können sich zudem stündlich ändern. Sogar ein hochwertiges Spektiv für die Zielerfassung kann unter harten Bedingungen von Hitzewellen und Fata Morganas unbrauchbar sein. Schlimmer wird es in diesen Fällen, wenn noch stärker vergrößert wird oder die Distanz zum Ziel ansteigt.

Bevor man ein Urteil über ein Spektiv fällt, sollten Tests unter verschiedenen Bedingungen durchgeführt werden. Viele Zielfernrohre werden für schlechte Leistungen verantwortlich gemacht, wenn tatsächlich die Atmosphäre der Übeltäter ist. Nehmen wir also an, es herrschen günstige Voraussetzungen: Jetzt können wir uns den Eigenschaften und der Qualtät von Spektiven widmen.

Grundlegende Eigenschaften von Spektiven für Sportschützen

Was die Funktionen anbelangt, so wünschen sich die meisten Schützen ein Okular mit viel Augenabstand. Denn normalerweise bringen Sie ihr Auge beim Schießen nicht in die Nähe des Okulars. 15 mm Abstand ist hier das Minimum und die meisten Schützen sind mit etwas mehr zufriedener. Aus ebendiesem Grund nutzen viele Schützen Spektive mit Schrägeinblick und rotierende Stativhalsbänder. Sie ermöglichen es, den Zielfernrohrkörper und damit das Okular in verschiedene Positionen zu drehen.

Spektiv für Sportschützen von 25 m – 100 m

Bis zu einer Distanz von 25 Metern benötigen Sie kein Spektiv mit einem großen Objektiv, viel Vergrößerung oder einer Premium-Optik. Eine 18-36-fache reicht aus, um Kugellöcher auf 25 Metern zu sehen. Ein gutes 50 mm Objektiv reicht häufig aus zum Erkennen von mehreren Treffern auf der Zielscheibe. Ein 60 mm Objektiv gibt Ihnen jedoch ein genaueres Bild und ist trotzdem tragbar und erschwinglich. Wenn Sie auf Ziele für Luftgewehr- oder Randfeuer-Wettkämpfe Wert legen, achten Sie auf den „Nahfokus“ oder „Mindestfokus“ unter den Spezifikationen eines Spektivs. Nicht alle Zielfernrohre können auf Abstände von 10 Metern fokussieren.

Spektiv für Sportschützen ab 100 Meter

Sportschützen, die ein Spektiv für Distanzen von über 100 Metern suchen, müssen selektiver vorgehen. Hier beginnt die optische Qualität zu einem Problem zu werden. Denn mit zunehmender Entfernung steigt auch die Anforderung an die Vergrößerung, die notwendig ist um das Ziel zu sehen. Was viele Schützen jedoch nicht wissen, ist, dass mit zunehmender Vergrößerung in einem Spektiv auch die optischen Anforderungen an das Gerät steigen und zwar relativ schnell. Die meisten Zielfernrohre bieten bei 20-facher Vergrößerung ein gutes Bild, aber wenn sie heranzoomen, sinkt die Bildqualität. Ausgenommen sind hiervon die allerfeinsten (und teuersten) Spektive.

Wenn Sie ein Bild bei 60-facher Vergrößerung so scharf haben wollen, wie bei 20-facher Vergrößerung, müssen Sie einen entsprechenden Preis dafür bezahlen. Andernfalls erwartet Sie ein Abfall der Bildqualität, wenn die Vergrößerung steigt. Sie werden außerdem feststellen, dass dieser Abfall schneller auf billigen Zielfernrohren oder Spektiven auftritt, als auf hochwertigen.

Unter dem Strich lässt sich festhalten: Nur weil ein billiges Zielfernrohr die gleiche Vergrößerung bietet wie ein teures Zielfernrohr, ist nichts gewonnen. Ein unscharfes Bild bei 30-facher Vergrößerung wird bei 60-facher Vergrößerung noch schlechter.

Auch für Sportschützen gilt: Ein Spektiv ist nur so gut wie sein schwächstes Glied

Optische Qualität ist allein durch Zahlenangaben nicht vergleichbar. Zwei Spektive können identische Spezifikationen haben, aber in den Entfernungen, die sie bewältigen müssen, völlig unterschiedlich sein. Auf die Qualität der Bauteile kommt es an: wie genau die Linsen geschliffen wurden, die Art und Qualität des verwendeten Glases, die Linsenbeschichtungen und die Ausrichtung des optischen Systems, und so weiter. Ein hochwertiges Prismensystem kann Streulicht reduzieren und die Abbildung schärfen und die Wertigkeit des – der am häufigsten übersehene Teil des Spektiv-Systems. Hochwertige Okulare kosten ein kleines Vermögen und das aus gutem Grund.

Die gute Nachricht ist: Viele Spektive mit 60mm Objektiv bis 80mm Objektiv liegen preislich bei ca. 200 – 300 EUR (aufwärts) und haben ausreichend optische Qualität um 200 Meter-Ziele einzusehen. Vorausgesetzt, dass vernünftige Beobachtungsbedingungen gegeben sind. Für die meisten Schützen bildet die 200-Meter-Distanz die maximale Weite, auf der die eigene Leistung beim Schießen zu kontrollieren ist.

Einen Überblick der zahlreichen verfügbaren Spektive am Markt, bietet finden Sie auf der Spektiv-Test-Seite.